Nachteilsausgleich – Was ist das?

Nachteilsausgleich ist alles, was einer Schülerin/einem Schüler (mit einer Behinderung/Beeinträchtigung – auch ohne festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf) die Teilhabe am gemeinsamen Unterricht ermöglicht. Dies reicht von sächlicher Ausstattung über Unterrichtsorganisation und Aufbereitung von Lerninhalten bis hin zu veränderten Leistungsüberprüfungen. Nachteilsausgleich soll nicht bedeuten, dass dem hörgeschädigten Menschen grundsätzlich weniger Leistung abverlangt wird oder dass seine Leistung grundsätzlich besser bewertet wird als die von Mitschülern. Das Ziel soll sein, dass der hörgeschädigte Mensch Lerninhalte barrierefrei erwerben und erworbene Kompetenzen barrierefrei nachweisen kann.

Auch wenn der Eindruck besteht, die Schülerin/der Schüler hätte keine Probleme dem Unterricht zu folgen etc., sollte ein Nachteilsausgleich festgelegt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass sich mit einem entsprechenden Nachteilsausgleich die Leistungen und Möglichkeiten noch weiter verbessern.

Jeder Mensch mit einer Beeinträchtigung hat einen Anspruch auf Nachteilsausgleich.

„Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Grundgesetz Artikel 3 (3)